Stärkung des Ehrenamtes und der Begegnungsstätten als gemeinsames Ziel

01.08.2022

Bei aller Professionalität des Hauptamtes mit etwa 1.700 Beschäftigten - das Ehrenamt des rund 5.000 Mitglieder zählenden Wohlfahrtsverbandes ist bei der Dortmunder AWO traditionell das Herzstück. Um die Sicherung und die Zukunftsfähigkeit des Ehrenamtes ging es daher bei einer intensiven Klausurtagung der Fachausschüsse.

Komplexe Zukunftsfragen

Im Februar 2020 gab die Konferenz des AWO Unterbezirks Dortmund den Startschuss für die Arbeit der drei Fachausschüsse Offene Seniorenarbeit, Freiwilligenarbeit und Verbandsentwicklung. Die Herausforderungen im Betrieb der 44 Begegnungsstätten der AWO in Dortmund, die Gewinnung von neuen Freiwilligen und Helfer*innen sowie die grundlegenden Fragen zur Zukunftsfähigkeit ehrenamtlicher Strukturen stellen den Verband vor komplexe Zukunftsfragen, die in diesen Gremien bearbeitet werden.

Um die Strategien der inzwischen drei Fachausschüsse aufeinander abzustimmen und die Vernetzung zu verbessern, gingen diese gemeinsam in Klausur. Nach einem Motto Albert Einsteins: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Doch Veränderung ist wichtig, um die Begegnungsstätten zu erhalten und zukunftsfähig zu machen: „Wir haben für uns gesagt, dass die Begegnungsstätten und die Menschen im Zentrum der Arbeit stehen. Vieles steht und fällt mit Aktivitäten - und die Arbeit der Ortsvereine spiegelt sich ja darin wieder. Die meisten Ortsvereine haben ja Begegnungsstätten“, betont Frank Czwikla, stellvertretender Geschäftsführer des AWO-Unterbezirks.

Begegnungsstätten stärken

Somit sind sie Kern des Aufgabenfeldes Ehrenamt. Zudem führt die AWO in den Begegnungsstätten im Auftrag der Stadt Dortmund offene Seniorenarbeit durch. Die besondere Herausforderung: Mehr als zwei Jahre Corona-Pandemie hatte massive Auswirkungen auf das Ehrenamt. Viele ehrenamtliche Strukturen sind weggebrochen und Aktive, die die Begegnungsstätten mit viel Engagement betrieben haben. Andererseits haben viele Begegnungsstätten neuen Zulauf von Gästen, weil das sich Begegnen im Miteinander so immens wichtig ist.

„In diesem Spannungsfeld bewegen wir uns“, so Czwikla. Die Botschaften sind deutlich: Die Begegnungsstätten sollen erhalten bleiben - Ziel ist es, keine aufzugeben. Allerdings müssen sich diese verändern in Richtung Quartiersentwicklung: Ziel ist eine stärkere Öffnung zum Quartier und das Etablieren neuer Angebote, auch und verstärkt in Zusammenarbeit mit Kooperations- und Netzwerkpartner*innen.

„Die Öffnung der Begegnungsstätten für weitere Gruppen und Angebote bietet auch die Chance, diese als Räume für ehrenamtliches Engagement breiter aufzustellen und sich mit anderen Vereinen und Verbänden zusammenzuschließen. Es braucht beides: Die Pflege bewährter Angebote und die gelebte Praxis neue Personen und Ideen mit offenem Herzen willkommen zu heißen,“ erläutert Cordula von Koenen, Leitung Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit.

Ziele der Klausurtagung

Ziel der Klausur war es, gemeinsame Zielsetzungen zu formulieren und über einen Maßnahmenplan in eine möglichst konkrete Umsetzung zu kommen. Dieser Klausurtag im Stuhlkreis, in Kleingruppen und mit interaktiven Übungen war schon mit seiner Vorgehensweise der Auftakt zu einer stärkeren Vernetzung untereinander – ein frischer Wind. „Wir werden uns auch darin üben, dass die Herausforderungen der Zukunft nicht mit den Werkzeugen der Vergangenheit zu lösen sind – Einstein hat schon recht: Neue Ziele erfordern neue Wege dorthin, für die wir uns passend ausstatten müssen. Diese Klausur ist ein toller Auftakt dies zu üben und uns gemeinsam darauf einzulassen.“ So Dominique Adler, Mitglied des Fachausschuss Verbandsentwicklung, die die Klausur methodisch vorbereitet und moderiert hat. An Zielen und einer zuversichtlichen Vision der AWO mangelte es den Teilnehmenden nicht, so dass nun gemeinsam die Ärmel hochgekrempelt werden, um diese zu gestalten!

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