Das Jugendwerk zu Gast in Dortmund

07.06.2022

Am Himmelfahrtswochenende hat die 25. Bundesjugendwerkskonferenz unter dem Motto „Stark durch Vielfalt“ in Dortmund stattgefunden. Die insgesamt rund 130 Delegierten und Gäste aus den Jugendwerken in ganz Deutschland haben sich rund um die Konferenz auch an diversen kulturellen Angeboten erfreut und sind dem Charme des Ruhrgebiets auf den ersten oder zweiten Blick (oder Happen Curry Wurst) erlegen – wie könnte es auch anders sein, wenn man mit dem Phönix West Gelände, einer Trinkhallen Tour und der Geschichte des BVB rund um den Borsigplatz Dortmund von seinen besten Seiten kennen lernt. Doch auch das sozialpolitische Profil des Jugendwerks spiegelte sich bereits im Freizeitprogramm wider – auch Stadtführungen zum Leben Wohnungsloser und der Dortmunder Frauenpolitischen Geschichte durften nicht fehlen.

Die inzwischen traditionelle Verleihung der „roten Socke“, als Wertschätzung besonderen ehrenamtlichen Engagements, stimmte die Delegierten am Freitagabend auf die, nach zwei Jahren digitaler Corona Pause lang ersehnte, Konferenz am Samstag und Sonntag ein.

In der Alten Schmiede begrüßte, neben Michael Groß für das AWO Bundespräsidium und Uwe Hildebrandt für den AWO Bezirksverband Westliches Westfalen e.V. auch Mirja Düwel die Jugendwerker*innen. Mit berührenden Worten macht die Geschäftsführerin der AWO Dortmund deutlich, in welch aufwühlenden Zeiten wir uns bewegen und kommt voller Zuversicht zu dem Schluss „Die Themen eurer Anträge – das Ziel prekäre Lebensverhältnisse für junge Menschen aufzulösen, die umfassende Nachhaltigkeitsstrategie und vor allem ihr – die vielen jungen engagierten Menschen gebt mir Hoffnung.“

Und ja: Diese Konferenz kann uns wirklich zuversichtlich stimmen!

Insgesamt fünf Kandidaturen für die Doppelspitze des neuen Bundejugendwerksvorstandes brachten nicht nur spannende Wahlgänge, sondern zeichneten sich vor allem durch einen fairen, freundschaftlichen Umgang miteinander aus. Die Kandidat*innen haben ihr persönliches Profil selbstbewusst vorgetragen und der Konferenz damit eine richtungsweisende personelle Entscheidung ermöglicht. Wir gratulieren besonders Kathi Zejewski aus dem heimischen Bezirksjugendwerk Westliches Westfalen zu ihrer Wahl als Vorsitzende und wünschen ihr in der Doppelspitze mit Senihad Sator (KJW Bremen) und den sieben Stellvertreter*innen eine erfolgreiche Amtszeit.

Die engagierte und kollegiale Diskussionskultur setzte sich auch in der Antragsberatung fort: Bis Sonntagmittag konnten die insgesamt 18 eingereichten Anträge ausführlich und konstruktiv beraten werden. Ein zentraler Beschluss ist ein umfangreiches Nachhaltigkeitskonzept, in dem auch die AWO als Partnerin vieler Jugendwerksgliederungen in die Pflicht genommen wird, bspw. wenn es um die Versorgung mit Öko-Strom in Gebäudeteilen der AWO geht. Und auch sozialpolitisch ziehen Jugendwerk und AWO an einem Strang: Schwerpunkt der politischen Forderungen des Bundesjugendwerkes wird die Überwindung prekärer Lebensverhältnisse junger Menschen sein. Mit Blick auf die anstehende Sozialkonferenz der AWO (ebenfalls in Dortmund) wurde auch ein eindeutiges Statement für Frieden, Gewaltfreiheit und für den Schutz flüchtender Menschen beschlossen.

Trotz den Corona bedingten Einschränkungen in den letzten zwei Jahren konnte auf dieser 25. Konferenz mit der aktuellen Definition der Werte des Jugendwerks auch ein neuer Aufschlag zur Überarbeitung des Grundsatzprogramms beschlossen werden, das zuletzt 2012 in Würzburg in einer Neufassung beraten wurde. Mit Hoffnung und Zuversicht sehen wir also, dass auch digitale Zusammenarbeit und die diversen Einschränkungen der letzten zwei Jahre diese junge, engagierte Generation nicht unterkriegen. „Stark durch Vielfalt“ – das trifft auch auf die Chancen der weiterhin guten Zusammenarbeit zwischen AWO und Jugendwerk zu!

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