AWO-Positionen zur Bundestagswahl: Zivilgesellschaft und Ehrenamt stärken

15.09.2021

Zivilgesellschaft und Ehrenamt stärken

Cordula von Koenen, Leiterin der AWO-Verbandsarbeit:

Die AWO lebt vom Ehrenamt! Sich zuständig, sich verantwortlich fühlen, die „Ärmel hochkrempeln“ und selbst aktiv werden: Hilfe zur Selbsthilfe – ein wesentliches Prinzip bei der AWO. Tief verwurzelt im Verband nimmt ehrenamtliches Engagement auch im Unternehmen einen großen Raum ein: Ehrenamtliche engagieren sich in Einrichtungen, sind in sozialen Diensten aktiv und organisieren ganze Begegnungsstätten.

Sie bringen ihre Wünsche, Kenntnisse und Ideen ein, übernehmen vielfältige Aufgaben und bereichern. Sie helfen unkompliziert und fragen nicht nach Herkunft, Nationalität oder Religion. Sie engagieren sich in der Nachbarschaft. Sie engagieren sich in unserer Stadt. Unsere Gesellschaft braucht genau dies. Sie braucht Menschen, die sich einbringen mit Herz und Verstand, braucht sie dringender denn je, denn sie fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Rund 31 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl – damit bereichern sie nicht nur das Zusammenleben unserer Gesellschaft und bieten Unterstützung für andere: Ihr bürgerschaftliches Engagement bedeutet in der Mitgestaltung des eigenen Lebensumfelds auch, dass sie einbezogen sind in Entscheidungen vor Ort, und fördert damit, dass demokratische Strukturen erhalten bleiben.

Aber: Bürgerschaftliches Engagement braucht nicht nur Anerkennung und Wertschätzung. Es braucht auch ausreichende Unterstützung und gute Rahmenbedingungen. Die Ehrenamtlichen nicht nur der AWO sehen sich mit immer mehr Auflagen und bürokratischen Hürden konfrontiert. Ob GEMA, Datenschutzgrundverordnung oder aktuell die Hygienemaßnahmen in der Pandemie - die Regeln und Vorgaben scheinen immer mehr, komplizierter und ein Ehrenamt immer schwieriger zu werden.

Und die Infragestellung der Gemeinnützigkeit bei politisch agierenden Vereinen hat zusätzlich für Irritation gesorgt. Gerade angesichts zunehmender sozialer Ungleichheit und wachsender Vereinzelung brauchen wir ehrenamtlich engagierte Menschen vor Ort. Sie sind unverzichtbar und nehmen eine unverzichtbare Rolle wahr. Deshalb darf auf ihre Stärkung und Förderung nicht verzichtet werden.

 

AWO Bundesverband fordert: "Es braucht mehr als das Lob in Sonntagsreden"

Für funktionierendes bürgerschaftliches Engagement braucht es mehr als das Lob in Sonntagsreden, es braucht ganz konkrete Unterstützung. Deshalb haben wir Erwartungen an die neue Bundesregierung. Welche das sind, erklärt AWO-Präsidentin Kathrin Sonnenholzner zum Auftakt der Schwerpunktwoche Engagement:

 

 

Mehr zum Thema „Zivilgesellschaft und Ehrenamt stärken":

 

Weitere Positionen und Forderungen der AWO zur Bundestagswahl 2021: https://awo.org/bundestagswahl-2021

 

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