AWO warnt: Ohne Unterstützung droht der Kollaps

24.03.2020

NRW-Rettungsschirm muss auch die soziale Infrastruktur sichern
Der Landtag NRW berät am heutigen Dienstag, 24. März 2020, den Nachtraghaushalt in Höhe von 25 Milliarden Euro, der als Rettungsschirm für die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise eingerichtet worden ist. Die AWO fordert die Landesriegung auf, auch die sozialen Dienste zu sichern.
„Wir tun alles, um unsere sozialen Dienstleistungen aufrechtzuerhalten, ohne momentan dabei auf die wirtschaftlichen Folgen für uns als Träger zu achten. Wir müssen für Schutzmittel den vielfachen Preis zahlen. Wir stellen, den Aufrufen der Politik folgend, Beschäftigte, sobald ein Risiko vermutet werden muss, frei, ohne dass die Refinanzierung der Kosten gesichert ist. Wir werden nicht refinanzierte Einnahmeverluste haben: In den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, bei den schulischen Integrationshelfern, bei Mutter-Kind-Kuren, bei Reisen für ältere und benachteiligte Menschen, in der Familien- und Weiterbildung und in vielen anderen Bereichen mehr“, so Uwe Hildebrandt, Geschäftsführer der AWO NRW.
Die AWO warnt eindringlich davor, die gemeinnützigen Träger sich selbst zu überlassen: „Wir dürfen kaum Rücklagen bilden und können uns deshalb in so einer Krise nicht selbst helfen“, so Hildebrandt. Im schlimmsten Fall drohten Insolvenzen und Kündigungen. Es gehe nun darum, die soziale Infrastruktur in NRW nicht kollabieren zu lassen - von der Kita, über das Pflegeheim bis hin zur Beratungsstelle für Not leidende Familien. „Hier geht es um den sozialen Kitt, der unser Zusammenleben überhaupt erst möglich macht.“
Es sei nicht akzeptabel, ausgerechnet diejenigen nicht mit dem Rettungsschirm abzusichern, die sich in der Krise als Rückgrat der Gesellschaft erweisen. „Dazu zählen auch die vielen Pflegerinnen und Pfleger in den Seniorenzentren, die unter erschwerten Bedingungen arbeiten und Außergewöhnliches leisten“, so Hildebrandt.
 

Weitere Informationen
Katrin Mormann, Pressesprecherin AWO NRW, Tel. 0231 54 83 234, katrin.mormann@awo-ww.de
 

AWO NRW auf einen Blick:
Die AWO-Bezirksverbände Mittelrhein, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe und Westliches Westfalen haben sich zur Landesarbeitsgemeinschaft AWO NRW zusammengeschlossen. Die AWO ist Trägerin von sozialen Einrichtungen, Beratungsstellen und Dienstleistungen. Schwerpunkte sind die Bereiche Senioren, Kindertagesstätten, Offene Ganztagsschulen, Ausbildung von Pflegekräften und Erziehern sowie Hilfen für Menschen mit Behinderungen. 65.000 Beschäftigte arbeiten für die AWO in NRW. Ebenso wie sie bekennen sich über 90.000 Mitglieder und 25.000 Ehrenamtliche in 730 Ortsvereinen zu den Werten Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit.

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