Unterhaltsames Dankeschön für die mehr als 800 Ehrenamtlichen der Arbeiterwohlfahrt

09.12.2019

Begegnungsstätten waren geschlossen, Fahrgemeinschaften organisiert, Taxis bestellt: Mehr als 800 Frauen und Männer, die aus Überzeugung und unentgeltlich in den Dortmunder Ortsvereinen und –Begegnungsstätten der Arbeiterwohlfahrt das Programm organisieren, waren eingeladen, zusammen den AWO-Ehrenamtstag im Dietrich-Keuning-Haus (DKH) zu feiern. Mit Klaviermusik und Gesang, Reden und Quiz, Talk auf dem Sofa und Kabarett aus dem Revier vergingen die Stunden wie nichts.

„100 Jahre Ehrenamt“ hieß die Veranstaltung: So lange es die AWO gibt, so lange arbeiten Menschen ohne Bezahlung zum Wohle von anderen Menschen. Daran erinnerte die heimische Verbandsvorsitzende Gerda Kieninger in ihrer Begrüßungsrede. Ohne Ehrenamt wäre die AWO nicht die AWO. „Und deshalb feiern wir heute Sie“, rief sie ins Publikum.

Beim anschließend Talk auf dem roten Sofa, moderiert von Alexander Völkel, erzählten dann Renate Riesel, seit 25 Jahren Vorsitzende im Ortsverein Kirchderne, und Catharina Tölch aus dem Ortsverein Nordwest, mit 22 Jahren die jüngste Begegnungsstättenleiterin, dass sie ihre Arbeit so mögen, weil sie gerne mit Menschen zusammen sind, weil die Nachbarschaft gestärkt wird, weil man voneinander und für sich selbst viel lernen kann, weil es für die Gesellschaft unabdingbar ist, wollte man nicht vereinsamen.

Die Frage, was in den nächsten 100 Jahren mit der AWO geschehen solle, beantwortete Geschäftsführer Andreas Gora mit dem schlichten Satz: „Dass die AWO überflüssig wird.“ Seien alle AWO-Grundsätze in der Gesellschaft verwirklicht – Gerechtigkeit, Solidarität, Gleichheit, Toleranz und Freiheit, bräuchte es die vielen, vielen professionellen Lebensberatungsstellen der AWO nicht mehr. Das nahm Gerda Kieninger nicht unwidersprochen hin. „Doch, die Gemeinschaft in den Ortsvereinen, die brauchen wir immer“, sagte sie unter dem Beifall der vielen hundert Gäste.

Wie immer bei der AWO gab es nicht nur genügend Zeit fürs Essen, es gab auch genügend zu essen. Vor dem Programmstart und in der Pause war die Schlange vor dem – vom Unterbezirk spendierten - Büfett lang. Es war eine respektvolle Geste von Bürgermeisterin Birgit Jörder, gleich nach ihrem politischen Abendtermin, im DKH vorbei zu kommen, und noch ein paar lobende Worte zum Wirken und zur Wirkung der AWO zu sagen. Dann gehörte die Bühne Kai Magnus Sting, ein Mann des klaren Wortes aus dem Kohlenpott. Seine Darbietung der nächtlichen Gesprächsrunde von Fenster zu Fenster, von Nachbar zu Nachbar im Mehrfamilienhaus, über das beste Rezept für einen Nudelsalat, amüsierte das Publikum noch nach langem Applaus an der Garderobe.

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