Beitrag zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

25.11.2019

Ein Beitrag von von Bärbel Nellissen, vorgetragen vor der St. Petri Kirche in Dortmund.
 

"Ich spreche zu Ihnen als Mitarbeiterin der Schwangerschaftsberatungsstelle der  Arbeiterwohlfahrt hier in Dortmund

In jedem Jahr wenden sich mehr als 2000 Menschen an uns und suchen Rat oder Begleitung rund um alle Themen der Schwangerschaft, Familiengründung und Geburt.

Warum stehe ich heute Abend hier?

In welchen Bereichen haben wir mit Gewalt an Frauen zu tun?

- Zum einen mit häuslicher Gewalt:

In jedem Jahr werden Tausende von Frauen Opfer häuslicher Gewalt und obwohl Schwangere eines besonderen Schutzes bedürften, wissen wir aus unserer Arbeit sowie aus der Forschung, dass Wahrscheinlichkeit und Intensität häuslicher Gewalt während der Schwangerschaft zunehmen.

- Zum anderen erleben wir täglich eine Geburtshilfe, mit der wir kaum zufrieden sein können und die Frauen leider zu oft als gewaltvoll erleben.

Am 25. November eines jeden Jahres legen jene Frauen Rosen vor Kreißsäälen nieder, die dies so erlebt haben und ein Zeichen setzen wollen. Zunehmend erreichen uns in der Beratungsstelle Anfragen von Frauen, die eine als traumatisch erlebte Geburt mit fachlicher Unterstützung verarbeiten wollen.

- Und schließlich erleben wir viel zu viele von Armut bedrohte oder betroffene Schwangere, Mütter und ihre Kinder.

Ich möchte hier an Artikel 6, Absatz 4 des Grundgesetzes erinnern:

Jede Mutter hat Anspruch auf Schutz und Fürsorge der Gemeinschaft.

In unserer Arbeit treten wir dafür ein!

Wir treten ein für und wünschen uns eine Gesellschaft, in der Mütter unser aller Wertschätzung und Unterstützung deutlicher erfahren.

Mehr Unterstützung und Wertschätzung

während der Zeit der Schwangerschaft,

unter der Geburt

und vor allem auch in der langen Zeit, in welcher vor allem Frauen auch hier und heute noch hauptsächlich und oft alleine für die Betreuung und Begleitung ihrer Kinder Verantwortung übernehmen.

Wir benötigen dringend gute und unterstützende Bedingungen für Schwangere und Mütter, denn diese Bedingungen bestimmen die Bedingungen der kommenden Generation."

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